5 Awesome Strapi Alternativen

5 Awesome Strapi Alternativen

Yulei Chen - Content-Engineerin bei sliplane.ioYulei Chen
7 min

Strapi ist eines der beliebtesten Open-Source-Headless-CMS-Plattformen — Entwickler können damit flexible APIs mit einer eingebauten Content-Management-Oberfläche aufbauen. Für viele Projekte eine solide Wahl, aber Strapi Cloud kann schnell teuer werden. Das kostenlose Tier ist auf 500 DB-Einträge und Cold-Start-Instanzen beschränkt, während der Essential-Plan bei $18/Monat beginnt, der Pro-Plan bei $90/Monat und der Scale-Plan bei $450/Monat.

Die gute Nachricht? Du kannst Strapi selbst hosten für nur €9 pro Monat mit Sliplane — ein Klick, kein Server-Management nötig.

Vielleicht passt Strapi aber auch nicht ganz zu deinem Anwendungsfall. Vielleicht brauchst du etwas, das deine bestehende Datenbank einbindet, nativ in deine Next.js-App integriert ist oder mit einem Visual Editor für Marketing-Teams kommt. Hier sind 5 tolle Alternativen!


1. Directus

Directus Landing Page

Directus ist eine Open-Source-Datenplattform mit einem datenbankzentrierten Ansatz — anstatt ein bestimmtes Datenmodell vorzuschreiben, wrappt es deine bestehende SQL-Datenbank und generiert automatisch REST- und GraphQL-APIs darüber. Das macht es zur überzeugenden Strapi-Alternative für Teams, die bereits eine Datenbank haben, die sie über eine API zugänglich machen wollen.

  • Features: Datenbankzentrierte Architektur (PostgreSQL, MySQL, SQLite u.v.m.), automatisch generierte REST- und GraphQL-APIs, visueller Workflow-Automatisierungs-Builder (Flows), granulare Policy-basierte Berechtigungen, WebSocket-Support, JavaScript SDK, über 34.000 GitHub-Stars
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn du schon eine Datenbank hast und eine API drum herum bauen willst, ohne an ein bestimmtes Schema gebunden zu sein, ist Directus die bessere Wahl. Es eignet sich auch prima als allgemeines Backend-as-a-Service und nicht nur als CMS.
  • Warum nicht: Der Cloud-Plan beginnt bei $99/Monat — deutlich teurer als Strapis Essential-Tier. Da es weniger opinionated ist, braucht man für reine CMS-Anwendungsfälle mehr manuelle Konfiguration.
  • Preise: Komplett Open Source und kostenlos zum Selbsthosten. Directus Cloud Professional ab $99/Monat (5 User, 75k DB-Einträge, 250k API-Requests/Monat).

Wir haben eine vollständige Anleitung zum Selbsthosten von Directus mit Docker auf Ubuntu, falls du es auf deinem eigenen Server betreiben willst.


2. Payload CMS

Payload CMS Landing Page

Payload CMS ist ein TypeScript-first, Next.js-natives Headless CMS, das sich direkt in deinen /app-Ordner installieren lässt. Anstatt als separater Service zu laufen, lebt es in deinem Next.js-Projekt und erlaubt dir, die Datenbank direkt aus React Server Components abzufragen — kein API-Layer nötig.

  • Features: Next.js-native Integration, TypeScript-first mit End-to-End-Typsicherheit, Lexical-Rich-Text-Editor, Versionierung und Drafts, Lokalisierung, Block-basierte Layout-Builder, bedingte Feldlogik, granulare Zugriffskontrolle, Serverless-Deployment-Support (Vercel, Cloudflare Workers)
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn du eine Next.js-App baust und dein CMS direkt in derselben Codebase haben willst, ist Payload unschlagbar. Keine künstlichen API-Limits oder SaaS-Gebühren — du zahlst nur für deine eigene Infrastruktur. Der TypeScript-First-Ansatz macht die Developer Experience deutlich besser als bei Strapi.
  • Warum nicht: Es ist eng an das Node.js/Next.js-Ökosystem gebunden und daher nichts für Nicht-JS-Stacks. Die verwaltete Cloud-Hosting-Option ist noch nicht so ausgereift wie Strapi Cloud. Nicht-technische User finden die Konfiguration ohne Entwicklerbeteiligung möglicherweise schwieriger.
  • Preise: Komplett kostenlos und Open Source (MIT). Selbsthosten auf jeder Plattform — Vercel, Railway, Render oder einem VPS. Du zahlst nur für deine eigene Infrastruktur.

Schau dir unsere Anleitung zum Ausführen von Payload CMS in Docker an, um es auf deinem eigenen Server zum Laufen zu bringen.


3. Sanity

Sanity Landing Page

Sanity verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz — statt eines klassischen CMS ist es ein "Content Lake": eine in Echtzeit gehostete Cloud-Content-Datenbank für strukturierte Inhalte über mehrere Kanäle. Der vollständig anpassbare React-basierte Editor (Sanity Studio) macht es zum Favoriten für große Redaktionsteams.

  • Features: Echtzeit-kollaboratives Bearbeiten, GROQ-Abfragesprache für flexibles Content-Fetching, vollständig anpassbarer React-basierter Editor (Sanity Studio), KI-native Architektur für LLM- und Agent-Integration, Multi-Channel-Content-Delivery, mehrere Datasets und ein großzügiges Free-Tier mit 20 User-Seats
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn du kollaboratives Bearbeiten mit einer hochanpassbaren Oberfläche brauchst oder KI-native Anwendungen entwickelst, die strukturierte Inhalte benötigen, ist Sanity die bessere Wahl. Das Free-Tier ist extrem großzügig (20 User im Vergleich zu Strapis Cold-Start-only-Free-Plan).
  • Warum nicht: Es ist ausschließlich Cloud-gehostet — keine Selbsthost-Option —, was Vendor Lock-in bedeutet. Die GROQ-Abfragesprache hat eine Lernkurve. Kosten skalieren pro Seat, was für große Teams teuer werden kann. Private Datasets erfordern einen bezahlten Plan.
  • Preise: Kostenlos für immer (20 User-Seats, 10k Dokumente, 1M CDN API-Requests). Growth ab $15/Seat/Monat. Enterprise auf Anfrage.

4. Storyblok

Storyblok Landing Page

Storyblok ist ein Headless CMS mit einem einzigartigen Vorteil: ein Visual Editor mit Live-Echtzeit-Vorschau. Während Strapi entwicklerzentriert ist und keine visuelle Vorschau bietet, können Marketing-Teams und Content-Editoren in Storyblok genau sehen, wie ihr Content aussieht, während sie ihn bearbeiten — ein echter Game-Changer für komponentenbasiertes Page-Building.

  • Features: Visual Editor mit Live-Vorschau, komponentenbasierte "Stories"-Architektur, REST- und GraphQL-APIs, eingebaute Lokalisierung mit KI-gestützter Übersetzung, 8.000+ Integrationen (Shopify, Slack u.v.m.), globales CDN mit Auto-Scaling und Enterprise-Sicherheit (GDPR-konform)
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn dein Team nicht-technische Content-Editoren hat, die eigenständig arbeiten müssen, ist Storybloks Visual Editor weit vor Strapis Interface. Es eignet sich auch besser für Marketing-Websites, wo Content-Editoren Seiten-Sektionen ohne Entwicklerhilfe aufbauen und umordnen müssen.
  • Warum nicht: Vollständig SaaS — keine Selbsthost-Option. Das Free-Tier ist sehr eingeschränkt (1 Space, 100k API-Requests/Monat). GraphQL ist nur im Enterprise-Plan verfügbar. Die Preise springen stark vom Free- zum Growth-Tier ($99/Monat).
  • Preise: Kostenlos für immer (1 Space, 1 User). Growth bei $99/Monat (5 Seats, 1M API-Requests, 400 GB Traffic). Growth Plus bei $349/Monat. Enterprise auf Anfrage.

5. Ghost

Ghost Landing Page

Ghost ist ein Open-Source-CMS, das speziell für Publisher, Blogger und Newsletter-Ersteller entwickelt wurde. Im Gegensatz zu Strapis allgemeinem API-Ansatz ist Ghost eine All-in-One-Plattform, die Content-Management mit eingebautem Membership-Management, bezahlten Abos und E-Mail-Newslettern verbindet.

  • Features: Eingebautes Membership und Monetarisierung mit 0% Transaktionsgebühren, integriertes E-Mail-Newsletter-System, Headless JSON API für entkoppelte Frontends, SEO-optimiert von Haus aus, Lexical-Editor mit Rich-Media-Support, Open Source (MIT) und selbsthostbar
  • Warum du es nutzen solltest: Wenn du eine Publikation, einen Blog oder ein Newsletter-basiertes Business aufbaust, hat Ghost alles eingebaut. Du musst keine separaten Tools für E-Mail, Memberships oder Monetarisierung zusammenflicken. Für Nicht-Entwickler ist es auch viel einfacher einzurichten als Strapi.
  • Warum nicht: Ghost ist sehr opinionated — es ist für Publishing gebaut, nicht für allgemeine API-Backends oder komplexe Custom-Datenmodelle. Nicht geeignet für E-Commerce-Kataloge, App-Backends oder individuelle CMS-Schemas. Member-Limits bei niedrigeren Tiers können für große Audiences einschränkend sein.
  • Preise: Kostenlos und Open Source (MIT). Ghost Pro Managed Hosting ab $18/Monat (1 User, 1.000 Members). Publisher bei $29/Monat (3 User). Business bei $199/Monat (15 User, 10k Members).

Wir haben eine Anleitung zum Deployen von Ghost mit Docker auf Sliplane, falls du es günstiger selbst hosten willst.


Fazit

ToolAm besten fürSetup-AufwandFokusCloud-Preis
StrapiEntwickler, individuelle REST/GraphQL-APIsModeratAllzweck-Headless-CMSAb $18/Monat
DirectusDatenbank-Wrapping, Backend-as-a-ServiceModeratDatenplattform / Headless CMSAb $99/Monat
Payload CMSNext.js-Entwickler, TypeScript-first-ProjekteEinfach (in Next.js)Next.js-natives Headless CMSKostenlos (nur Selbsthosten)
SanityRedaktionsteams, KI-native InhalteEinfachCloud-Content-PlattformAb $15/Seat/Monat
StoryblokMarketing-Teams, visuelles Page-BuildingEinfachVisuelles Headless CMSAb $99/Monat
GhostPublisher, Blogger, NewsletterSehr einfachPublishing + Membership-PlattformAb $18/Monat

Jedes Tool füllt eine andere Lücke: Directus für Datenbank-Wrapping, Payload CMS für Next.js-Projekte, Sanity für kollaborative Redaktionsteams, Storyblok für visuelles Editing und Ghost für Publisher und Newsletter-Ersteller.

Strapi bleibt eine gute Wahl für Entwickler, die ein flexibles Open-Source-Headless-CMS mit einer soliden Admin-UI und REST/GraphQL-API-Generierung wollen. Wenn deine Anforderungen aber eher Richtung datenbankzentrierte Architektur, Next.js-Integration, visuelles Editing oder eingebaute Publishing-Tools gehen, ist eine der hier vorgestellten Alternativen wahrscheinlich die bessere Wahl.

Willst du eine dieser Alternativen selbst hosten? Schau dir unsere Anleitungen an:

Strapi oder eine Alternative für €9/Monat deployen

Führ Strapi und mehr auf einem Server mit vorhersehbaren Preisen und ohne Server-Management.